Serdal & Wolf

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„Fußball hat mir sehr viel gegeben und ich habe dadurch eine Menge für mein Leben gelernt.“

Serdal Çelebi

25. August 2018: das Finale um die deutsche Meisterschaft wird zwischen dem MTV Stuttgart und dem FC St. Pauli ausgetragen. Serdal Çelebi dribbelt sich über den rechten Flügel nach vorn. Mit links zieht er ab und der Ball landet klingelnd im Winkel. Tor! Der FC St. Pauli verliert allerdings trotz Serdals Tor das Finale um die deutsche Meisterschaft mit 1:2.

Aber das Unglück des verlorenen Finals birgt ein ganz anderes Glück in sich. Denn Serdal ist blind und sein Treffer wird als erstes Tor eines Blindenfußballers für das „Tor des Monats“ nominiert. Mit 36% der Stimmen setzt sich Serdal gegen gestandene Fußballer wie Marvin Plattenhardt, Mike Frantz, Kai Druschky und Jonas Meffert durch. Serdal erhält die Medaille für das „Tor des Monats“ und darf später das Achtelfinale des DFB-Pokals 2018/19 auslosen. Bei der Abstimmung zum „Tor des Jahres“ wurde sein Treffer auf den dritten Platz gewählt.

Zweieinhalb Jahre später. Wir treffen Serdal zuhause. Um sich mit Wolf Schmidt, seinem Trainer zu verabreden huschen seine Finger flink übers Handy. Die Sprachunterstützung des Handys sirrt dabei so schnell, dass wir uns fragen, wer das verstehen soll. Serdal lacht. Für ihn ist das Alltag. Business as usual. Aber als Sehender steht man baff daneben und fragt sich, wie ein Mensch, der nicht sehen kann, das so handeln kann.

hvv switch: Serdal, seit wann bist du blind?

Serdal: Ich hatte schon immer Probleme mit meinen Augen und als ich schließlich 13 Jahre alt war, konnte ich wegen einer Netzhautablösung nichts mehr sehen. Mein Sehvermögen wurde also immer schlechter und irgendwann war alles dunkel – zuerst nachts und später auch tagsüber.

hvv switch: Woran kannst du dich noch als Sehender erinnern?

Serdal: Ich kann mir noch alles vorstellen, aber natürlich merke ich, dass manche Bilder verschwinden. Gut vorstellen kann ich mir z.B. noch Farben oder Bäume, die ich als kleines Kind gesehen habe. Wenn ich aber gefragt werde, wie beispielsweise eine Palme aussieht, könnte ich es zwar erklären, habe keine konkrete Vorstellung davon, da ich als Kind nie eine gesehen habe.

hvv switch: Kannst du dich noch an den Moment erinnern, an dem du erblindet bist? Hattest du Angst vor dem Erblinden oder konntest du dich aufgrund des schleichenden Übergangs besser damit abfinden?

Serdal: Es war keinesfalls einfach für mich, weil ich zuerst in der Türkei aufwuchs. Dort war es mit einem Handicap sehr schwer. In unserem Dorf bin ich ganz normal zur Schule gegangen und war der einzige mit einer Sehbehinderung, wofür ich verarscht und veräppelt wurde. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit einer neuen Brille vom Augenarzt in unser Dorf zurück kam und von einem Kind „Vier Auge“ genannt wurde. Es kam zu einer Schlägerei und bereits nach einer Stunde war meine neue Brille kaputt.

Das waren schwierige Zeit für mich und als dann in Deutschland mein Sehvermögen noch schlechter wurde, war das wegen meiner Schüchternheit schlimm für mich. Ich habe mich nicht getraut, das Haus zu verlassen, weil ich befürchtete, dass mich die Leute anstarren und Mitleid mit mir haben. Mir fehlte anfangs das Selbstbewusstsein, das sich dann erst mit meinen tagtäglichen Erfahrungen als Blinder allmählich aufbaute und mir schließlich ermöglichte, mutig zu sein, rauszugehen und mich zu bewegen.

Fußball hat mir sehr viel gegeben und ich habe dadurch eine Menge für mein Leben gelernt.

hvv switch: Welche Rolle spielt für dich in diesem Zusammenhang der Fußball oder deine Vaterrolle und wie haben dir diese Dinge dabei geholfen, dein Handicap zu überwinden?

Serdal: Blindenfußball hat mir sehr dabei geholfen, mobiler zu sein, mein Selbstbewusstsein zu stärken, mich frei zu bewegen und neue Leute kennenzulernen. Man ist dort so, wie man ist und muss sich nicht ändern. Mein Sohn versteht noch nicht so richtig, dass ich blind bin. Manchmal fordert er mich dazu auf, zu ihm zu sehen, was ich dann auch mache, da er ansonsten wütend wird. Er merkt allerdings schon, dass ich beeinträchtigt bin und legt mir beispielsweise Sachen direkt in die Hand, die er mir bringen möchte. Wenn wir zusammen draußen sind, hält er mich ständig an der Hand und läuft nicht von mir weg. Ist er jedoch mit meiner Frau unterwegs, ist er deutlich frecher und läuft ständig weg. Bei mir ist er brav, weil er weiß, dass mit mir irgendetwas los ist, aber einfach noch nicht genau versteht, was das ist.

hvv switch: Was genau hast du durch den Fußball gelernt?

Serdal: Ich habe gelernt, selbstbewusster zu werden, neue Leute kennenzulernen und meinen Bewegungsradius zu vergrößern, ohne dabei Angst zu haben.

hvv switch: Wann bist du zum Blindenfußball gekommen?

Serdal: Vom Blindenfußball habe ich zum ersten Mal 2009 in Nürnberg gehört und habe noch im selben Jahr damit angefangen. Seitdem bin ich dabei.

hvv switch: Wann bist du dem FC St. Pauli beigetreten und wie hast du Wolf kennengelernt?

Serdal: In Hamburg habe ich bereits mein allererstes Training bei St. Pauli absolviert und nie irgendwo anders gespielt. Wo Wolf und ich uns kennengelernt haben, weiß ich nicht mehr genau, aber es war entweder im Stadion oder auf dem Trainingsplatz. Als ich bei St. Pauli angefangen habe, hatten wir noch einen anderen Trainer und Wolf kam erst später dazu.

hvv switch: Kannst du beschreiben, was dir der Fußball außerhalb des Fußballplatzes im Sinne der Freiheit gibt?

Serdal: Fußball hat mir ein stärkeres Selbstbewusstsein und mehr Mut gegeben, mir gezeigt, dass ich trotz meines Handicaps alles tun kann, ohne dabei Angst zu haben. Man ist so, wie man ist. Fußball hat mir außerdem ein Freiheitsgefühl gegeben, weil wir uns auf dem Platz ohne Hilfsmittel bewegen können. Auf der Straße und im Alltag brauche ich dagegen meinen Blindenstock und andere Hilfsmittel. Auf dem Platz brauche ich nur den Ball und dann geht es los.

hvv switch: Kannst du einem Sehenden durch deine Erfahrungen etwas mitgeben?

Serdal: In meinem Beruf als Physiotherapeut behandle ich teilweise Patienten mit psychischen Belastungen. Sehen sie dann, dass ich blind bin, sind sie oft sehr erstaunt und werden dadurch motiviert, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Durch meine Blindheit erkennen andere Menschen, dass ich trotz meiner Beeinträchtigung etwas geschafft habe und sie auch selbst dazu in der Lage sind. Dass ich Fußball spiele, erstaunt meine Patienten ebenso immer wieder.

hvv switch: Kannst du deinen Beruf näher beschreiben?

Serdal: Physiotherapeut bin ich seit 2008, also seit13 Jahren und arbeite derzeit in einer Praxis in Hamburg, wo ich Patienten mit orthopädischen, chirurgischen und neurologischen Beschwerden betreue. Mein Beruf macht mir sehr viel Spaß, weil ich das Gefühl habe, einen sehr guten Zugang zu meinen Patienten zu haben. Meine Blindheit spielt dabei keine Rolle.

In meiner gesamten Berufskarriere hatte ich auch bisher erst zwei oder drei Patienten, die damit ein Problem hatten und zu einem anderen Physiotherapeuten gewechselt sind. Ansonsten kommen wir gut miteinander klar. Es macht mir Spaß, Menschen zu helfen und mit ihnen zusammen zu arbeiten. Es ist toll, jemanden mit Schmerzen zu behandeln, wenn er anschließend mit einem Lächeln die Praxis verlassen kann.

hvv switch: Welches Problem hatten diese Patienten mit dir?

Serdal: Einer der Patienten hatte keinerlei Erfahrung mit blinden Menschen und dachte, ich könne ihn nicht behandeln. Ich habe es ihm zwar angeboten, aber er hatte das Gefühl, mir nicht vertrauen zu können. Das war jedoch kein Problem für mich. Wir haben manchmal Patienten, die auch meinen sehenden Kollegen nicht vertrauen können, was auch ganz normal ist. Nicht jeder Patient kommt mit jedem Therapeuten zurecht, weshalb immer wieder durchgewechselt wird, denn die Chemie muss untereinander stimmen. Das ist wichtig, da die Behandlungen 20-30 Minuten andauern, dabei über alles geredet wird und wenn man sich nicht gut miteinander versteht, ist die Zusammenarbeit sinnlos. Es kann aber auch vorkommen, dass ich einen Patienten nicht mag und dann so nicht richtig Lust auf die Behandlung habe. Wenn die Chemie zwischen dem Patienten und dem Therapeuten stimmt, kann die Behandlung letztendlich schneller erfolgreich sein.

Was zählt, ist das Leben als Gemeinschaft! Ganz egal, ob man ein Handicap, einen Migrationshintergrund oder sonstige kulturelle Unterschiede hat.

hvv switch: Die gesellschaftliche Akzeptanz für Menschen mit Handicap hat sich über die letzten Jahrzehnte geändert. Wie könnte die Welt in deinen Augen trotzdem noch verbessert werden?

Serdal: Ich finde auch, dass die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Menschen mit Handicaps gestiegen ist, da die Leute inzwischen mehr Erfahrung damit haben. Früher war man mit einem Handicap oft sehr allein, doch heute gibt es mehr Aktivitäten und Möglichkeiten für solche Menschen, miteinander in Kontakt zu treten. Die Bemühungen zum Ausbau der Barrierefreiheit für Menschen mit Beeinträchtigungen sind mittlerweile ebenso gewachsen, aber mich ärgert es, dass dafür so viel Zeit vergehen musste.

Ich habe zwar ein Handicap und bin blind, aber trotzdem muss ich den Schritt nach draußen wagen und kann nicht immer von allen anderen erwarten, dass sie mich so akzeptieren wie ich bin. In meinem Beruf oder Alltag muss ich es auch schaffen, mich zu präsentieren. Die Menschen sind insgesamt sehr hilfsbereit, aber trotzdem müssen wir lernen, noch mehr aufeinander zuzugehen und nicht immer nur an uns selbst zu denken. In Deutschland leben wir ein wenig desozialisiert, da viele Menschen zu egoistisch denken und das Gemeinschaftsgefühl vergessen wird. Das finde ich sehr traurig.

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Wolf Schmidt

"Sportler sind dankbar, wenn sie ein gutes Training bekommen. Ich habe so viel tolles Feedback bekommen, was mich motiviert hat."

Wolf reportiert offiziell seit 2004 für den FC St. Pauli dessen Spiele für sehbehinderte Menschen und ist zudem Trainer der Blindenfußballmannschaft des FC St Pauli. Denn als die Blindenfußballer im Stadion mitbekommen, wie sehr Wolf nebenbei über seine Tätigkeit als Trainer einer Mädchenmannschaft beim SC Sternschanze schwärmt, bitten sie ihn, bei einem Turnier in Köln als Trainer auszuhelfen. Das wollte er eigentlich nur einmalig machen, doch seit September 2009 macht er das dauerhaft und überaus erfolgreich! 2017 wurde die Mannschaft deutscher Meister.

Wir treffen Wolf im Millerntor Stadion, wo er sich gerade auf eine Spezialeinheit mit Serdal vorbereitet. Auch hier ist Wolf voll bei der Sache und die Begeisterung für Fußball im Allgemeinen und Blindenfußball im Besonderen merkt man ihm in jeder Sekunde an.

hvv switch: Wie bist du zum ersten Mal mit Blinden in Kontakt getreten?

Wolf: Mein erster Kontakt mit Blinden war 1998 im Millerntor Stadion auf der Gegengeraden. Ich war dort mit meiner Gruppe und wir waren alle schon relativ stark angetrunken, wodurch ich selbst eine Art Tunnelblick auf den Rasen bekomme und mich Fußball dann noch stärker interessiert. Vor mir stand damals ein blinder Mensch mit einer Armbinde und einem Trikot von Matthias Scherz, genau wie ich. Meine Jungs verfolgten das Spiel nicht so genau und ich dachte mir, dass der Blinde von dem Spiel gar nichts mitbekommt. Also habe ich angefangen, ihm zu erzählen, was auf dem Rasen passiert, damit sowohl meine betrunkenen Jungs als auch Joachim [der blinde Mensch] verfolgen können, was auf dem Rasen passiert. Joachim kann sich nämlich nicht wegdrehen, was mich ein wenig gestört hat. Also habe ich mit meinem Tunnelblick 15 bis 20 Minuten lang erzählt, was auf dem Rasen passiert. Der Begleiter von Joachim fand das super und hat mich ermutigt, damit weiterzumachen, weil Joachim das Spiel und die Spannung so aufmerksamer mitverfolgen konnte, was meine Jungs nicht erleben wollten.

hvv switch: Wie hat Joachim darauf reagiert?

Wolf: Joachim ist niemand, der auf Leute zugeht, sondern war wie in einer Art erregtem Zustand, war angespannt und hat ein bisschen mitgefiebert, da er die Spielintensität anders wahrnehmen konnte, als wenn er immer darauf hören muss, wie die anderen Zuschauer nebenan reagieren. So war die direkte und emotionale Erlebbarkeit für ihn größer, als wenn er Zuschauer wie meine Jungs neben sich hat, die gar nicht reagieren, weil sie mit dem Rücken zum Spielfeld stehen.

hvv switch: Der Anlass, für Joachim zu reportieren, waren also eher deine Jungs als Joachim selber?

Wolf: Nein, das waren diese beiden Dinge gleichermaßen. Meine Jungs drehen sich weg, ich selbst interessiere mich sehr für das Spiel und noch ein anderer kann sich überhaupt nicht vom Spiel wegdrehen, da er grundsätzlich vom Spiel abgewandt ist und so sollte auch er mitbekommen, wie das Spiel verläuft. Zudem sollten aber auch meine Jungs mitbekommen, was auf dem Rasen passiert, damit sie merken, was sie gerade verpassen. Es war sozusagen eine etwas zornig-didaktische Haltung von mir.

Ich dachte also, das ließe sich generalisieren, da ich schon damals auf der Tribüne sah, wie jemand eine Blindenfahne schwenkte. Wenn sich die blinden Menschen im Stadion zusammentun würden, wäre es möglich, mit Mikrofonen und Kopfhörern für diese Menschen eine Reportage für wenig Geld anzubieten. Diesen Vorschlag habe ich dann im Verein eingereicht, aber bekam erst einmal keine Antwort darauf. Im Jahr 2003 hörteich, das der Verein im Stadion sogenannte Hörplätze einrichten wollte. St. Pauli ist mit der fertigen Einrichtung im Jahr 2004 unter den ersten sechs Fußballclubs, die solche Hörplätze bereitgestellt haben.

Blinde Menschen spüren, ob man als Reporter emotional wirklich mit dabei ist oder ob die Emotionen nur aufgesetzt sind.

hvv switch: Hat es dich gewundert, dass St. Pauli zunächst nicht auf deinen Vorschlag eingegangen ist, da der Verein ansonsten als sehr sozialer Club auftritt?

Wolf: St. Pauli gilt als sozialer und familiärer Club, was sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich bringen kann. In einer Familie spielen beispielsweise Neid und Missgunst oft eine Rolle. St. Pauli war damals zudem nicht für seine technisch fachlichen Kompetenzen bekannt. Als ehemaliger Filmstudent wusste ich aber, dass es mit kleiner, einfacher Technik möglich ist, solche Hörplätze umzusetzen. Meine Angst war dann, dass der Verein als damaliger Drittligist sinnlose, teure Technik kauft, obwohl sich dies auch mit nur geringen, finanziellen Mitteln finanzieren ließe. Als ich damals auf den Zuständigen für diese Anschaffungen zuging, sagte dieser mir, dass der Verein bereits einen Kostenvoranschlag für die Technik hätte und beauftragte mich dann damit, ihm jeweils eine billige, eine mittelteure und eine richtig teure Lösung vorzuschlagen. Letztendlich entschieden wir uns für die mittlere Variante und bieten nun seit 17 Jahren Hörplätze an.

hvv switch: Wie kann man sich die Technik genau vorstellen?

Wolf: Die Technik bestand aus einem Funkmikrofon, wie sie früher immer beim Aerobic benutzt wurden, und Kopfhörerempfängern für die sehbehinderten Menschen. Irgendwann bin ich dann zu einem Hand Mikrofon gewechselt und brauchte deshalb jemanden, der für mich die Statistiken während der Spiele aufstellt, da ich nicht alles gleichzeitig machen konnte. Alex, mein Statistiker und ich, diskutierten immer wieder über Schiedsrichterentscheidungen und Spielszenen und uns wurde bewusst, dass die Reportage mit zwei Reportern interessanter ist, was bis heute der Standard geblieben ist.

Die Technik hat sich über die Jahre hinweg weiterhin verfeinert, jedoch funktioniert die Reportage noch immer über zwei Reporter Headsets und Funkkopfhörern als Empfänger für die Stadionbesucher:innen mit Sehfähigkeitsbeeinträchtigung. Seit diesem Jahr sollen allerdings im gesamten Stadion per UKW-Frequenzen mit einem Radioempfänger, z.B. einem Handy, die Blindenreportage im gesamten Stadion gehört werden können.

hvv switch: Wie war die Reaktion der Blinden im Stadion auf die neuen, angebotenen Hörplätze?

Wolf: Im alten Millerntor Stadion wurden für die Blindenplätze die alten TV-Scoutplätze verwendet, da die TV Scouts andere Plätze bevorzugten. Die Blinden waren dort alle auf einem Fleck und konnten auch Zwischenfragen stellen, weil wir alle sehr nah beieinandersaßen und miteinander verknüpft waren. Mittlerweile sind die Plätze mehr verteilt und der Reporterplatz ist davon getrennt, weshalb der Kontakt zu den blinden Menschen nicht mehr ganz so nah ist, wie damals.

Die Reaktionen der Blinden waren super und sie konnten emotional besser an den Spielen teilnehmen. Als Reporter kann man eine emotionale Leitlinie durch die Emotionen in der Stimme vorgeben, auch ohne Sprache. Die Sprachstimme oder -farbe ist bereits ein Indikator für das Geschehen auf dem Platz und schafft es, eine Miterlebbarkeit zu erzeugen. Dieser Emotionalität in der Stimme vertrauen die blinden Menschen, was die Rolle des Reporters verantwortungsvoll macht, da man als Übersetzer fungiert. Natürlichkeit, Authentizität und Emotionalität sind also sehr wichtig für den Job, wovon ich „Obelix mäßig“ wahrscheinlich etwas abbekommen habe. Fußball Fachkenntnisse konnte ich über die Trainerausbildung erwerben.

Vom ersten Spiel an mache ich das und bin sehr davon fasziniert, weil es auch ein Dienst an die Blinden ist. Durch die Internet Übertragung via AFM Radio können auch alle, die nicht im Stadion sind, das Spiel live verfolgen und die Blindenreportage hat dadurch einen hohen Mehrwert. Das Schlimme ist, dass man mit seinen Worten in der kurzen Zeit nie das Niveau erreichen kann, um das Geschehene wirklich exakt wiedergeben zu können. Diese Annäherung an etwas Unmögliches macht aber auch einfach Spaß und das ist etwas, was ich super finde. Vielleicht ist das im Blindenfußball ganz genauso. Es ist auch eine Annäherung an etwas, was eigentlich unmöglich ist.

hvv switch: Wie hat sich dein Dienst für die Blinden hinsichtlich des Zusammenhalts und des Verständnisses für Blinde ausgewirkt?

Wolf: Eine zugewandte Perspektive auf Menschen mit Blindheit verringert die Angst vor der Begegnung mit Blinden. Die Begegnungen bieten mir eine andere neue Realität, bei der ich mich selbst anders wahrnehmen und hinterfragen kann.

Ein anderer positiver Nebeneffekt ist, dass wir die Reportage ein Jahr nach der Einführung der Hörplätze auch als Webradio ausgestrahlt haben und von Vereinsmitgliedern angehört werden konnte. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass andere Vereine die Blindenreportage als Vereinsradio nachgemacht haben.

Die schönsten Feedbacks sind von Hörer*innen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Es gab einmal eine E-Mail von einer Forscherin aus der Antarktis, die beschrieben hat, wie sie in ihrer Station als St. Pauli Fan das Gefühl bekam, im Millerntor zu stehen, als sie die Reportage gehört hat. Solche Feedbacks berühren mich am meisten.

Es ist ein vielschichtiges Setzen positiver Impulse, weil Grenzen erkannt sind, aber verschoben werden können. Nicht alles ist grau und wenn ich eine Grenze kenne, kann ich diese ein bisschen verschieben und durchlässiger machen oder das Hermetische der Grenze aufweichen. Dafür muss man eine Grenze erkennen und sich damit beschäftigen, bis wohin sie geht und wie ich dort weiterkomme. Das ist in den Tätigkeiten des Blindenfußballs und der Blindenreportage auch drin.

hvv switch: Du schaffst in deiner Tätigkeit Bilder für Blinde. Du gibst dem also einen Raum für innere Freiheit.

Wolf: Der Unterhaltungsfaktor ist dabei auch sehr wichtig. Ich erinnere mich dabei auch an eine Szene mit dem ehemaligen St. Pauli Spieler Hauke Brückner, der in einem Spiel hingefallen war und einen Ball nicht mehr erreichen konnte. Er stand dabei auf den Knien und versuchte den Ball zu köpfen, was mich an Antje, die Robbe erinnerte und ich sagte „der macht hier die Robbe“. Die Blinden haben mir anschließend gesagt, dass ihnen diese Begrifflichkeit im Kopf geblieben ist. Sie fanden es toll, im Fußball solch einen Bildbegriff zu bekommen. Ich weiß nicht, ob sie sich darunter vorstellen konnten, was ich damit gesagt habe, aber es war ein Begriff, der nachgehallt hat.

Blindenreportage schafft auch ein Momentum von Freiheit, denn ich muss als Reporter auch frei sein, mich etwas zu trauen und die Sprache zu benutzen. Wenn ich aber die Funktion der Sprache begriffen habe, mich dann auch noch etwas traue, wird es gut, authentisch und frei. Diese Freiheit überträgt sich dann auch auf die Zuhörer.

hvv switch: Du ermöglichst den Blinden in eine Dimension reinzuschauen, die sie eigentlich nicht hätten.

Wolf: Früher ist ein Blinder mit einer Begleitperson ins Stadion gegangen und die Begleitperson musste erzählen, was passiert. Es ist so, dass die Blinden oft mehr Ahnung haben als ihre Begleitperson. Gleichzeitig fachspezifisch nachzufragen, was passiert und das Spiel in Echtzeit mitzuerleben, ist schwierig. Fußball zu verstehen, live berichten und übertragen zu können und dies gleichzeitig einordnen zu können ist eine Notwendigkeit. Der Überblick, beispielsweise für taktische Aufstellungen, darf dabei außerdem nicht verloren gehen.

Die ganze Notwendigkeit sprachlicher Abbildung ist ein spannendes Feld und ein komplexer, dynamischer Prozess. Sprache hat anders ausgedrückt von der Informationsdichte immer nur ganz wenige Pixel. Wenn ich ein HD-Bild mit 3 Mio. Pixel beschreiben wollen würde, bräuchte ich für diesen Bruchteil einer Sekunde viele Minuten. In einem Fußballspiel gibt es jede Sekunde 3 Mio. Pixel, also tausende mögliche Ansätze, was gerade wichtig sein könnte. Dieses Herausfiltern, Suchen, Schauen und gleichzeitige Erzählen ist ein spannendes Feld.

hvv switch: Durch deine Reportagen schaffst du auch ein gemeinschaftliches Erlebnis für die Blinden, die dadurch nicht mehr von unterschiedlichen Beschreibungen ihrer Begleitpersonen abhängig sind und sich so besser untereinander über ein Spiel austauschen können.

Wolf: Eine gute Blindenreportage ist daran erkennbar, wenn z.B. eine blinde Person an ihrem Arbeitsplatz mit ihren Kollegen über vermeintliche Fehlentscheidungen des Schiedsrichters mitdiskutieren kann. Die blinde Person soll ein Spiel mit einer guten Reportage genauso rezipieren können, wie eine andere, die es im Fernsehen gesehen oder darüber in der Zeitung gelesen hat – das ist die Forderung.

Wenn in einem Stadion bei einer Torchance ein Raunen durch das Publikum geht und man als Reporter in diesem Moment genau beschreiben kann, wie der Ball das Tor nur ganz knapp verfehlt, dann kann ein blinder Mensch dieses emotionale Live-Erlebnis wie ein Sehender nachempfinden. Die Synchronität der Reaktion des Publikums und der gleichzeitigen Reportage schafft eine Gleichberechtigung. Das ist ein toller Reiz und es gibt gutes Feedback, wenn man das umsetzen kann.

Unter den Hörern gibt es auch unterschiedliche Vorlieben für verschiedene Reporter, deren Individualität und Fachkompetenz miteinander ringen. Das ist schön, weil es in jeder Arbeit eine individuelle Freiheit geben muss und die Freiheit der Sprache ist ein sehr elementares Feld.

Für Blinde hat die Sprache und das Zuhören eine ganz andere Bedeutung als für Menschen, die sehen, hören und sprechen können. Durch das Hören der Atmosphäre im Stadion und der Sprache, die ich benutze, „sehen“ die Blinden das Spiel. Dadurch hat für sie das Reden eine höhere Bedeutung als für mich.

hvv switch: Blinde haben eine kleinere Wahrnehmungsebene als sehende Menschen. Verstehst du dich in deiner Funktion als Reporter auch als Vermittler zwischen blinden und sehenden Menschen, indem du gemeinschaftliche Erlebnisse durch visuelle Brücken schaffst?

Wolf: Die Notwendigkeit für Blinde von guter Sprache und Informationen, die deren einzigen Informationsquellen und Wahrnehmungsebenen sind, ist etwas, worüber ich manchmal gar nicht nachdenke oder sogar fahrlässig damit umgehe, weil ich dauernd erzähle. Im Fernsehen gibt es die Audiodeskription, was ich bei Live-Sportereignissen mache, wenn ich erzähle, was ich alles sehe. Die absolute Präambel des Tuns ist, in einem Moment zu erzählen, was man sieht und die Schwierigkeit dabei ist, die offensichtlichen Dinge zu beschreiben. Ich muss das erzählen, was selbstverständlich ist und keine kleinen Details. Beispielsweise muss ich erzählen, dass Nürnberg rechts hinten den Ball hat und es ist wichtig zu sagen, wo das gerade passiert, denn rechts hinten werden sie kein Tor schießen. Recht vorne oder rechts in der Mitte können dagegen andere Dinge passieren. Diese offensichtlichen Dinge, die wir sehen und wahrnehmen gut übersetzen zu können, ist eine der ganz großen Schwierigkeiten in der Blindenreportage. Das Notwendige und Einfache dem Rest in einem sehr kleinen Zeitfenster voranzustellen, ist wichtig. Deshalb ist das auch ein Brückenbauen, weil eine gute Blindenreportage meiner Meinung nach die beste Radioreportage ist. Wenn ich weiß, was auf dem Platz passiert, kann ich dem Spiel so folgen, als würde ich es mit meinen eigenen Augen sehen.

Ein gutes Feedback für mich ist, wenn die Leute sagen, dass sie das Spiel „visuell“ vor ihren Augen miterleben konnten.

In unseren Ausbildungslehrgängen für Blindenreporter sollen die Zuhörer und Kollegen die Szene aufmalen, die ihnen gerade erzählt wird. Wenn am Ende alle ein ähnliches Bild aufgemalt haben, ist alles super. Unterscheiden sich die Zeichnungen voneinander, haben wichtige und meist einfachste Informationen gefehlt.

hvv switch: Wenn du dies vom Fußball auf unsere Gesellschaft überträgst, was könnte die Gesellschaft aus deiner Arbeit lernen?

Wolf: Was ich mit der Blindenreportage mache, kann ganz toll für die Gesamtgesellschaft genutzt werden. Muss z.B. jemand schildern, was er auf einem Bild sieht, geschieht das durch Sprache. Sprache hat einen Gesamtkontext und wenn wir uns diese Kontexte im Einsatz von Sprache bewusst machen, dann ist das ein wahnsinniger Mehrwert, den wir lernen können. Sprache ist auch das, was im Blindenfußball eine riesige Rolle spielt und Freiheit schafft, da mit Sprache ein Freiheitsraum durch die Aufklärung über den Grenzverlauf erzeugt werden kann. Wenn ein blinder Spieler darauf vertraut, dass ich ihm die Grenze der Freiheit und Unversehrtheit sprachlich übermittle, bin ich als Trainer gut, weil mir mein Spieler vertraut, diese Grenzen nutzt und sich darin bewegen kann. Ansonsten ist die freie Bewegung für Blinde sehr gefährlich, da sie keine Hindernisse sehen können und eventuell stolpern. Das ist etwas mehr als in der Blindenreportage, weil es dabei mehr um die aktive Bewegung geht. In der Blindenreportage ist es dagegen eher ein fachkundiges Miterleben eines Fußballspiels, und zwar hoffentlich so, wie es durch andere Experten wiedergegeben wurde.

Bei bestimmten Spielreportagen unterscheidet sich die Wahrnehmung des Spiels teils deutlich, wenn es z.B. im Mittelfeld hart umkämpft ist. Ich finde, das ist kein schlechtes Spiel, auch ohne spektakuläre Szenen und Tore, was natürlich auch schön ist. Die Frage ist aber immer, was schön ist, denn alles ist relativ. Die Annäherung an etwas Unmögliches, das ein gesamtgesellschaftliches Verständnis oder eine Systematik berührt, schafft Synergien.

Synergien entstehen durch gemeinsame Betrachtungen von Grenzen und den Versuch, diese zu erweitern.

hvv switch: Hat dir das die Arbeit mit den Blinden oder die Blinden selbst beigebracht?

Wolf: Ich finde es ganz einfach zu verstehen, dass Blinde ein Fußballspiel nicht sehen können und es gut ist, wenn sie es hören können. Es ist toll für mich, dass ich das machen darf. Die inhaltliche Auseinandersetzung damit wird interessant, wenn man dabei über sich selbst etwas lernt. Als Trainer habe ich durch den langjährigen Kontakt mit Serdal und anderen Fußballern mitbekommen, dass ich häufig mit einem zu hohen Niveau einsteige. Oft ist es so, dass ich mit einer neuen Idee anfange, weil ich mir als kreativer Trainer in jedem Training neue Sachen ausdenke. Von einigen meiner Spieler weiß ich, dass sie lieber häufiger dasselbe machen würden, einen Rhythmus bekommen-, und in einer Sache sicherer werden wollen. Als Trainer fahre ich immer gerne am Limit und blinde Athleten mögen es noch weniger gerne als andere, in einer Unsicherheitszone zu sein. Für Trainer ist es aber wichtig, seine Athleten in eine solchen Unsicherheitszone, raus aus der Komfortzone, zu lenken, dorthin wo es ungemütlich wird, weil sie so herausgefordert werden und ein Trainingseffekt entsteht. Es hat lange gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass auch gewohnte und beruhigende Abläufe im Training wichtig sind.

Im Training mit Komfort und mit einem angenehmen Aufbau zu agieren, ist Produkt von gemeinsamen Lernen. Als Trainer musste ich lernen, dass es nicht immer ein gutes Training ist, wenn zu 80% am effektiven Limit gearbeitet wird, sondern es am effektivsten ist, mit einer ausgewogenen Balance aus Komfort und Belastung aktiv zu sein.

Vielleicht kann man das auch von jedem lernen, weshalb ich nicht gerne sage, dass mir das nur die Blinden beibringen konnten. Ein blind geborener Mensch hat noch nie ein Fußballspiel gesehen. Ich kann aber sehen, wo sich Freiräume befinden und wie sich der Fußball über die letzten Jahrzehnte entwickelt hat, wie früher gespielt wurde und heute gespielt wird. Über die letzten 10 Jahre habe ich gesehen, wie sich Blindenfußball entwickelt hat und anfangs wurde in der Bundesliga so gespielt, dass sich alle Spieler auf einem Haufen befanden – so wie Fußball wahrscheinlich auch vor 150 Jahren funktioniert hat. Ich bin ein starker Vertreter davon, dass jeder Spieler mit dem Ball umgehen, ihn spielen und den Raum nutzen soll. Ein blinder Spieler passt aber nicht gerne, weil die Ballannahme schwierig ist und der Ball verloren werden kann. Es ist also einfacher, den Ball am eigenen Fuß zu führen, quasi zu behalten. Serdal ist ein top Dribbler und behält den Ball gerne am Fuß, und spielt ihn mittlerweile auch gern ab.

Es ist ein ständiges voneinander lernen trotz unterschiedlicher Bereich der Wahrnehmung ein und derselben Sache. Das ist ein Spannungsfeld, das niemals eins werden wird und das kann es auch nicht. Wir können aber größeres Verständnis füreinander gewinnen und das ist das, was den Lernprozess beschreibt, weil gemeinsame Erfahrungen gemacht werden können. Das ist faszinierend und dafür bin ich auch sehr dankbar, dass ich ein frei gesuchtes Nischenfeld „Experte für Blinde und Fußball“ finden konnte.

Blindenfußball ist eine sehr kleine Nische und trotzdem ist dort alles drin, was im Leben irgendwie bereichernd, Erkenntnis-stiftend, Verständnis-produzierend ist. Das ist alles dort drin und es ist das, was es so faszinierend macht.

hvv switch: Wie bist du vom Blindenfußball-Reporter zum Blindenfußball-Trainer geworden?

Wolf: Als Blindenreporter habe ich 2004 bei St. Pauli angefangen und hatte dadurch im alten Millerntor Stadion engen Kontakt zu den Blinden und Sehgeschädigten. Außerdem habe ich eine Tochter, die 2006 anfangen wollte, Fußball zu spielen. Weil sie in einer Mädchenmannschaft spielen wollte, sind wir zum SC Sternschanze zum Training gegangen, wo es 30 Mädchen und einen überforderten Trainer gab. Der Trainer hat mich darum gebeten, ihm beim Training mit den neuen Mädchen zu helfen und so habe ich meine ersten Erfahrungen in der Trainerrolle gemacht.

Da ich erst mit 25 Jahren angefangen habe, Fußball zu spielen, konnte ich es auch nicht gut. Als ich dann Trainer wurde, habe ich erst richtig gelernt, Fußball zu spielen und wie man Fußball vermittelt. In Hamburg gab es eine tolle Ausbildung für Kinderfußballtrainer, die ich machen musste, um die Mädchen weiter trainieren zu dürfen. Das ist super, weil man kindgerecht lernt, zu vermitteln. Kinder wollen spielen und die Sache nicht zu ernst nehmen. Kinder wollen anders Fußball spielen, mit einem Ball pro Kind, viel Spaß etc. Den Blinden auf den Hörplätzen im Stadion habe ich immer begeistert erzählt, wie toll diese Trainerausbildung ist und was man dort alles mitbekommt. Das neue Wissen konnte ich super in die Blindenreportagen mit einfließen lassen.

Das Blindenfußball-Team wurde 2006 gegründet und 2009 gab es in Köln ein Turnier, wofür der damalige Trainer ausgefallen ist. Also wurde ich gefragt, ob ich als Trainer einspringen könnte. Ich stimmte zu, aber sagte, dass ich nach dem Turnier nicht weitermachen werde, da zu viele ehrenamtliche Tätigkeiten bei mir zusammenkamen und ich auch irgendwann Geld verdienen musste. Allerdings hat das Training mit den Blinden in Zusammenhang mit der Trainerausbildung für die Kinder so viel Spaß gemacht, dass ich weitermachen wollte.

Sportler sind dankbar, wenn sie ein gutes Training bekommen. Ich habe so viel tolles Feedback bekommen, was mich motiviert hat, dass ich auch mit etwas Aufwandsentschädigung gern weiter gemacht habe. Unser Training hat sich über die Jahre immer weiterentwickelt und ich würde heute sagen, dass wir inzwischen ziemlich professionell agieren, alle gemeinsam. Wir können jetzt wachsen, Wissen weitergeben und machen uns Gedanken, was wir gemeinsam getan haben. Das ist ein schönes Gefühl, eine erfolgreiche Sparte sportlich und gesellschaftlich begleiten zu können.

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