Typisch Hamburg

Lesedauer 3 Min.

Typen wie wir.

Vom Kiez-Rocker über Schanzen-Hipster bis hin zur Segelschuh-Trägerin an der Alster: Seien wir ehrlich, auch bei uns in Hamburg gibt’s jede Menge Stereotypen. Und genau die möchten wir euch in unserer neuen Rubrik „Typisch Hamburg“ vorstellen. Denn obwohl sie alle sehr verschieden sind verbinden Hamburger*innen mindestens zwei Dinge: ihre Liebe zu Hamburg und hvv switch.

In Zusammenarbeit mit der Illustratorin Diana Köhne haben wir liebevoll und einzigartig Hamburger Charaktere gestaltet und auf eine sehr besondere Art in Szene gesetzt.


Andy, die "Kiez Legende

Moin moin, mein Lieber. Andy, die "Kiez-Legende" (nach eigener Aussage), kennt alle und grüßt alle beim Vornamen. Vom Dollhouse bis zum Nordlicht, vom Hans-Albers-Platz bis zum Elbschlosskeller. Den echten Hamburger Jung (St. Pauli, born and raised) trifft man tagsüber nie ohne Gänseblümchen – ein reinrassiger Pitbull Rüde, der total verspielt ist und keiner Fliege was zuleide tun kann.

Was Andy gar nicht abkann, ist, wenn ihm einer mit dummen Ausreden kommt. „Meinen Ausweis hab ich vergessen“, „Kann ich nur kurz rein, meiner Schwester Bescheid sagen?“ – hat er alles schon 1000 mal gehört, da kennt Andy nichts.

Trotz seiner rauen Art ist Andy eine ehrliche Haut. Einer der sich gerade macht. Alle Problemchen des Nachtlebens auf St. Pauli prallen an seiner massiven Lederjacke ab. Und im Bus steht er selbstverständlich sofort auf, wenn eine ältere Frau keinen Sitzplatz findet. Vielleicht ist der Titel Kiez-Legende doch nicht ganz unverdient.

Wer aus eurem Freundeskreis fällt auch durch seine breiten Schultern auf?


Vanessa, die Drag Queen

Wow, wow, wow! Wenn Vanessa als Drag Queen die Straßen St. Georgs betritt, scheint die Welt für einen kurzen Moment still zu stehen. Schrill und bunt, Haare zum verrückt werden, das Make-Up: ein Kunstwerk! So macht sie die Stadt zu ihrer eigenen Showbühne. Unter den Fittichen einer schillernden Queen lebt sie ihre Leidenschaft aus, stets mit der Intention Geschlechternormen und -rollen infrage zu stellen.

Ihr Herz, größer als die Polizei erlaubt, schlägt einzig und allein für das Viertel und seine Menschen. Sie hat sehr viel zu bieten und stellt das auch gerne zur Schau. Den Laufsteg auf Halsbrecherhacken meistert sie besser, als so manches Model, Condragulations!

Was sie nicht ausstehen kann? Schlechte Laune und Vorurteile.


Sam, der trendige Hipster!

Wie, keine Hafermilch? Der 23-jährige Kunststudent Sam wirft sich vor lauter Wut seinen fair gehandelten Batikschal um den Hals, rückt sich seine runde Brille zurecht und lässt den Barista des Schanzen-Cafés „Ohlala“ verdutzt zurück. Erst findet er im Supermarkt kein Craft-Bier und dann diese Blamage vor seinen Musiker-Freund*innen!

Zur Beruhigung erstmal eine schöne Runde Longboard. Sein Man-Bun flattert im Wind, sein Dreiecks-Tattoo glänzt in der Sonne. So, genau so fühlt sich Freiheit an. Noch kurz ein Abstecher auf den Second Hand Flohmarkt. Kleidertausch und Möbel mit Charakter? Was soll es bitte Besseres geben? Dann fällt ihm auf einem Selfie sein Bart auf. Lieber noch schnell per hvv switch App die Fahrt zum Barber buchen und sich den Vollbart zurechtstutzen lassen. Bevor seine Bloggerfreund*innen nachher noch kritisch schauen. Er kann das Zypressen-Bartöl schon förmlich riechen.

Wer aus eurem Freundeskreis ist auch immer „am Puls der Zeit“?


Manni, unser Mann im Hafen

Manni, der typischer Malocher aus dem Hamburger Hafen ist so irgendwie zwischen 40 und 50 Jahren alt. Natürlich mit Bart und Anker-Tattoo, aber das 20 Jahre bevor es cool wurde. Er trägt Mütze oder Kapitänsmütze, ist ein stämmiger Anpacker und Macher. Liebt die See, den Hafen, seine Stammkneipe und den FC St. Pauli. Nie um einen Spruch verlegen. Schnackt gern Hamburger Platt. „Gin Basil? Nee, mien Jong, een Herrengedeck, büdde.“

Und Schietwetter am Trockendock? „Schweißnaht“-Manni, wie ihn seine Kollegen gern nenn könnte nichts egaler sein. Seine tätowierten Arme, sein breites Kreuz und sein grimmiger Blick machen schnell deutlich, dass ihm nicht mal das Wetter etwas anhaben kann. Er hofft nur, dass die Schwerlogistik-Jungs heute wenigstens die 7er Muffe dabeihaben. Nachher kommen auch noch die Amateure von der Uni und fuchteln mit ihren Laptops rum. Haben noch nie eine ordentliche Schnappmutter verbaut und machen hier auf dicke Hose. Schlimm sowas! Da ist er doch heilfroh, dass seine Kollegen im Hafen wenigstens richtige Anpacker mit Dreck unter den Fingernägeln sind!

Nach Feierabend bucht sich der passionierte Goldketten- und Vollbartträger über die hvv switch App seine Heimfahrt nach Barmbek. Gott, freut er sich schon auf sein Feierabend-Bierchen und die Fußball-Zusammenfassung!

Wer aus eurem Freundeskreis genießt seinen Feierabend auch immer ganz besonders?


Sheeeesh! Yung Annie walkt durch die Schanzen-Streets ...

Eine der Jugendlichen von heute. Sie ist zwischen 15 und 25 Jahren, nennt sich ganz fresh und modern Yung Annie, trägt bevorzugt Leggins, bauchfreies Top oder Trikot in Übergröße und Bauchtasche. Ergänzt um NY-Yankees-Cap mit gebogenem Schirm, lange künst­liche Fingernägel und Halsband. Wenn sie anfängt zu sprechen, versteht man nichts mehr.

Natürlich checkt sie den Snap-Index ihres Freundes. Nur um sicher zu sein, dass er treu ist. Es ist die große Liebe. Jaaaa, was denkt ihr denn? Aber manchmal regt es ihren Vater dann doch auf, dass ihr Freund schon seit zwei Monaten mit in ihrem Zimmer wohnt.

Es war auch ihr Freund. der ihr gesagt hat, dass sie wunderschön singen kann. Deshalb singt sie manchmal laut mit, wenn sie mit Kopfhörern auf den Bus wartet. Den Autotune Sound kriegt sie perfekt hin. Ganz ohne Autotune. Und die Teilnahme an DSDS ist auch schon fest eingeplant.

Und wenn Yung Annie dann durch die Schanzen-Streets walkt und den neuesten Soundcloud-Lofi-808-Geballer-Track des freshen Berliner Untergrund Geheimtipps auf den Air Pods hat, sind die Blicke der Boomer einfach nur cringe. Warum bitteschön sollte es bei minus Fünf Grad denn zu kalt für ein Crop Top sein? Und warum tragen eigentlich immer noch Leute Snap Backs und keine Dad Hats? Überhaupt, warum sollte ihr mit 15 eigentlich kein Face Tat stehen? Mit diesen Fragen im Kopf bucht sie sich fix über die hvv switch App ein Ticket nach Hause. So ist sie noch rechtzeitig um 12 Uhr vor ihrem Laptop, um den neuesten Sneaker Drop zu coppen.

Wer aus eurem Freundeskreis ist auch ein richtiges Hype Beast?


Punk is not Dead! Oder macht kaputt, was euch kaputt macht ...

Nisi ist 20 bis 30 Jahre, trägt am liebsten einen schwarzen Hoodie, Doc Martens und eine schwarze Bundeswehr-Tasche. Hat bunte Haare. Total links eingestellt. Manchmal nur, um recht zu haben. Ihren Edding - und vielleicht kleine Antifa-Aufkleber - hat sie immer dabei.

Wenn No-Future-Nisi durch die Konsumhölle Mönckebergstraße läuft, wird ihr ganz schlecht. Die systemgeleiteten Spießer-Zombies erkennen Unrecht selbst dann nicht, wenn ihnen ihre Wohnung unterm Hintern weggentrifiziert wird. Deswegen wohnt sie mit ihren Freund*innen der Aktion Anti eben ganz Kommunen-Style in einem ehemals besetzten Haus in Wilhelmsburg. Freiheit muss man sich eben erkämpfen! Aber ab und zu gehts dann doch mal zurück in das Einfamilienhaus von Mama und Papa.

Manchmal lungert sie mit Zecke vorm Edeka rum und schnorrt Kleingeld. Sie ist natürlich gegen das System, versucht das Klima zu retten. Und die Wale. Plastik kommt ihr nicht in die Tüte. Sie studiert noch. Vielleicht sogar Jura.

Durch die hvv switch App kann sie nun wenigstens ihre Mobilität freier gestalten. Wer aus eurem Freundeskreis ist auch eine unverbesserlichere Freiheitskämpfer*in?


Der Shisha-Typ. Oder auch Dustin. Oder so ...

20 bis 30 Jahre alt. Heißt in der Regel Dustin. Oder so. Wenn Dustin Jeans trägt, dann schwarz und eng und mit viel zu großen Löchern. Trägt man jetzt so. Hat er im Musikvideo gesehen. Er legt viel Wert auf sein Äußeres. Vielleicht sogar ein bisschen zu viel. Aber natürlich ist er Gangster. Am liebsten wäre er eine Person des öffentlichen Lebens. Auf Snapchat folgen ihm aber erst 347 Follower. Bis er berühmt ist macht er so dies das.

Wäre da nicht Corona, wäre Dustin mit seinem ausrasiertem Stiernacken und engem Muskelshirt eigentlich die Attraktion im Shisha-Café. Dann würde er sich mit seinen Homies am Jungfernstieg in ihrer Stamm-Hookah-Bar zum Shishen treffen – so wie jeden Samstag.

Pandemiebedingt wird die Doppelapfel-Session jetzt also wieder ins Eigenheim verlegt und die Jungs per FaceTime zugeschaltet. Klassischerweise wird dazu Modus Mio auf Spotify gepusht. Alle Bedenken, ob Jacqui auf Fitti-Bekanntschaft Mehmet steht, spült der Shisha-Typ mit einem kräftigen Schluck Marokkanischer Minze runter. Trägt gerne Gucci Bauchtasche, Adidas Jogginghose und Burberry Cap. Und bald pumpt er bestimmt wieder bei McFit oder ist mit seinen Cousins unterwegs.

Habt ihr auch einen Dustin in eurem Freundeskreis?


Unsere geliebte Rentnerin oder auch Oma ...

60 bis 70 Jahre alt. Sie nutzt hvv switch zum Beispiel, wenn sie zum Friseur fährt – keinem gelingt das Färben so gut wie ihrem Michel! Montags nutzt sie die App übrigens, um zum Gänsemarkt zu fahren. Da trifft sie ihre Mädels beim Stadtbäcker. Aber auch auf Wochenmärkten ist sie gern unterwegs. Natürlich geht sie nie ungeschminkt aus dem Haus und beim Einkaufen hat sie immer ihren Hackenporsche dabei.

Lernt durch ihre Kinder und Enkel den Umgang mit dem Handy, ist aber dennoch skeptisch ob der neuen Dinge, die da so auf sie einprasseln. Ihr ungeschickter Umgang damit bringt ihre Familie oft zur Verzweiflung oder zum Lachen. Gerade in der familiären WhatsApp Guppe. Ihre Enkel waren dennoch beeindruckt, denn sie war die erste in der Familie mit hvv switch auf dem Handy!

Aber auch andere Dinge sorgen für immer wieder für Erstaunen: Die Oma. Wo hat sie bloß immer diese beigen Mäntel her. Und wo kauft man diese hellbraunen Hosen, Schuhe und Taschen und alles andere, was so beige ist?


Wer kennt ihn nicht? Der Werber ...

45 bis 60 Jahre. Er ist Werber, mindestens aber bei einem Verlag oder als Galerist tätig. Schlank, gutaussehend, eitel, modebewusst. Trägt schwarze Redakteursbrille und ist „casual chic“.
New Balance Sneaker. Hose ein bisschen zu eng. Graue Haare. Aber immer frisch, dynamisch und jung frisiert.

Natürlich ist er Apple-Jünger der ersten Stunde. Er hat sich vor langer Zeit selbstständig gemacht und bereits sehr viel Geld verdient. Liest gerne den Feuilleton beim Latte macchiato im Stammcafé. Autos findet er eigentlich blöd und irgendwie altmodisch. Ausnahme: sein alter Porsche. Um sich fitzuhalten, joggt er gerne um die Alster.

hvv switch nutzt er oft, um ein MOIA zu buchen. Zum Beispiel neulich, nach einer Debatte über die Zukunft des Influencer-Marketings im Coworkingspace. Leider reichte die kurze Fahrt zum Dinner mit Textpartner Uwe in der Schanze nicht aus, um den MOIA Fahrer davon zu überzeugen, sich ein Social Media Profil anzulegen. Naja, nächstes Mal.


Dürfen wir vorstellen? Die Hanseatin ...

hanseatin hvv switchSie nutzt die hvv switch App für eine 09:00 Uhr Tageskarte und reist nach der Tennisstunde im Club an der Alster mit der U1 zum Jungfernstieg. Dort trifft sie Freundin Birgit auf ein Steinpilz Risotto in der Bank und einen Abstecher zu Unger.

Die Bahn ist für sie eine schnelle und praktische Alternative zu ihrem Auto, das aus Platzgründen noch nie eine City-Parklücke von innen gesehen hat.

Sie ist 50 bis 70 Jahre jung, natürlich. Alteingesessene Hanseatin. Schick. Schlank. Einstecktuch. Entstammt einer reichen Händler-Familie und ist selber eine erfolgreiche Geschäftsfrau.

Macht auf der Düne, im Café und im Verhandlungsraum eine gute Figur. Trägt fast immer Business-Outfit. Trotz Geld nordisches Understatement.

Privat geht sie gerne spazieren. Oder sie besucht ein Polo-Spiel. Sie hat immer den passenden Schal zu ihrem Kostüm dabei. Immer die richtigen Handschuhe und garantiert immer die passende Brille und Handtasche.

Shopping? Aber nur auf der Poststraße. Ihr Mann ist Reeder. Sie lacht nicht viel. Humor ist ja schließlich auch eine Form von Intelligenz. Nicht wahr?


Antrieb

Einfach mal anders bewegen.